Bildersammlung »Zillertal«
Das breite Zillertal, mit seinem gesamten Einzugsgebiet größtes und bevölkerungsreichstes Seitental des Inns, mündet bei Strass gleichsohlig von Süden kommend in das Inntal. Es reicht bis Mayrhofen, wo es sich in die als "Gründe" bezeichneten Hochtäler verzweigt. Das Tal wird vom Ziller entwässert, der zu Zeiten der Römer die Grenze zwischen der Provinz Noricum im Osten und der Provinz Rätien im Westen war. Heute bildet der Ziller die Grenze zwischen der Diözese Innsbruck und dem Erzbistum Salzburg. Die unterschiedliche Farbgebung der Kirchtürme kennzeichnet im Grenzgebiet die Zugehörigkeit der Pfarren zur jeweiligen Diözese (rot Innsbruck, grün Salzburg). Der heute durch Tourismus, Gewerbe und Industrie stark zersiedelte Talbereich war einst nur von Haufendörfern auf den Schwemmkegeln der Seitenbäche eingenommen. Die weit hinauf reichenden Einzelhofsiedlungen auf den Hängen gehen allmählich in die nachhaltig genutzte Almregion über. Weiche Gesteine der Quarzphyllit- und Grauwackenzone begünstigen dabei die Almwirtschaft. Neben der stark touristischen Ausrichtung (Sommer und Winter) des Tales spielt auch die Milchwirtschaft durch eine Verdichtung der Viehhaltung eine bedeutende Rolle. Seit 1901 führt eine teilweise mit Dampf betriebene (Schmalspur-)Bahn von Jenbach nach Mayrhofen.